Das Konzept der Null-Kilometer

Null-Kilometer-Konzept

Als Null-Kilometer wird der Abstand zwischen dem Herstellungsort und dem Verbrauchsort eines Nährmittels bezeichnet. Dabei wird die daraus entstandenen Auswirkungen auf die Umwelt bewertet, insbesondere die CO2-Emissionen, die den Verschmutzungsgrad erhöhen.

Gemäss der Philosophie des Null-Kilometers ist es vorteilhaft, lokale Produkte zu verbrauche, da die Verkürzung der Abstände die Umwelt schützt, das regionale Nahrungsmittel fördert und die Preise reduziert, sowie ein frisches, gesundes und saisonales Produkt gewährleistet.

So unterbricht sich die aus dem großen Vertrieb entstandene Produktionskette, die mit großen Nummern arbeitet, zulasten der Beziehung zwischen Verbrauchern und Erzeugern.

Da sich das Null-Kilometer-Konzept der Reduzierung der in der Produktion eingesetzten Ressourcen sehr wohl bewusst ist, führt er nicht nur zur Verminderung des CO2 –Gehalts, sondern auch zu einem bewussten Landschaftsverbrauch und erlaubt del Verbraucher, durch die Rezepten der Tradition seine eigene territoriale Identität wiederzufinden,

So kann man die Standardisierung des Produkts ablehnen, die die Erhöhung der Produktivität zulasten der Vielfalt verursacht. Dies System wird durch verschiedene Kanäle umgesetzt; die am meisten verbreitete Absatzmöglichkeit sieht die Verwendung von Automaten vor, die üblich auf den Plätzen oder in anderen öffentlichen Räumen platziert werden.

Innerhalb der Gemeinde- und Vorstadtsmärkte gibt es eine Vielzahl von Räumen die für den direkten Verkauf bestimmt sind.

Die Herkunft der Marke Null-Kilometer

Als Null-Kilometer wird die von Coldiretti Venetien lancierte Initiative bezeichnet, durch die man Verwalter der städtischen Kantinen, Kochs und Kaufhäuser überzeugen will, den Verbrauchern lieber saisonale landestypische Spezialitäten anzubieten. In vielen italienischen Regionen, vor allem in Norden, findet man bereits Agrarmärkte, wo die Spezialitäten ohne Vermittlungen, Verpackungen und keine Lagerhaltungskosten verkauft werden. Ein Beweis dafür ist der Erfolg der Automaten von Rohmilch, die immer mehr verbreitet sind, weil sie bewusste Kaufentscheide und die sichere Rückverfolgbarkeit der Produkten fördern. Venetien ist die Region, die die Kampagne für den Null-Kilometer gestartet hat. Danach ist diese Kampagne zu einem regionalen Gesetz geworden, Nr. 7 vom 25. Juli 2008. Dabei handelt es sich um das erste nationale Gesetz seiner Art. Die im Artikel 1 ausdrücklich erklärten Ziele dieses Gesetzes sind die Verwendung von lokalen Produkten in den gastronomischen Dienstleistungen, die an die öffentlichen Behörde übertragen werden, um den Direktverkauf seitens der landwirtschaftlichen Unternehmer zu erhöhen.

Die nationale Gesetzgebung und die europäischen Rechtsvorschriften betreffend den Direktverkauf und die Lebensmittelsicherheit.

In den letzten Jahren war der Direktenverkauf der landwirtschaftlichen Produkten Gegenstand von einigen wichtigen Rechtsetzungsinitiativen, die die Beziehung zwischen Herstellern und Verbrauchern geändert haben.

Gesetz über die Umstrukturierung und Modernisierung des Agrarsektors (gesetzesvertretendes Dekre Nr. 228 vom 5. März 2001)

Der Erfolg des neuen Direktverkaufsmodels der landwirtschaftlichen Produkten drückt vollständig eine andere Einstellung des landwirtschaftlichen Unternehmers gegenüber den Markt und die neuen Chancen aus und bestätigt das steigende Interesse des Verkäufers, für den die Direktbeziehung zur Produktion die ideale Voraussetzung darstellt, um die landwirtschaftlichen Produkten zu erwerben, die aus seinem eigenen Gebiet herkommen. Der Schnittpunkt zwischen Angebot und Nachfrage ohne Zwischenschritte erlaubt dem Unternehmer eine bessere Belohnung seiner Arbeit und dem Verbraucher den Erwerb von gesicherten landwirtschaftlichen Produkten zu günstigeren Preisen. Die Förderung von dieser neuen Verkaufsmodalität kommt aus dem gesetzesvertretenden Dekret Nr. 228 vom 18. Mai 2001, dem sogenannten Gesetz über die Umstrukturierung und Modernisierung des Agrarsektors. Im Vergleich zu den vorigen Gesetzen enthalten die Vorschriften dieses Gesetzes umfangreiche Innovationen und insbesondere wird die Erbringung von Dienstleistungen zur Nutzung der jeweiligen lokalen Gegebenheiten und des ländlichen Erbes seitens des landwirtschaftlichen Gewerbes ausdrücklich als „landwirtschaftliche Tätigkeiten“ berücksichtigt und dabei wird seine multifunktionelle Rolle vollständig anerkannt. Unter den neuen durch das gesetzesvertretende Dekret Nr. 228/2001 eingeführten Vorschriften ist die neue Formulation des Art. 2135 Zivilgesetzbuch zu erwähnen, in der der Begriff des landwirtschaftlichen Unternehmers neu bewertet wird und dabei wird die Ermittlung der dazugehörigen Tätigkeiten geändert: “Tätigkeiten zur Behandlung, Erhaltung, Umwandlung, Vermarktung und Aufwertung, die vor allem aus dem Anbau oder aus der Zucht gewonnenen Produkte und Tätigkeiten zur Auslieferung von Gütern und zur Erbringung von Leistungen durch die Verwendung von normalerweise in der landwirtschaftlichen Aktivität eingesetzten Werkzeugen und Ressourcen, inkl. die Tätigkeiten zur Aufwertung der lokalen Gegebenheiten und des Land- und Waldbestandes, d.h. zum Empfang und zur Gastfreundlichkeit – betreffen. Eine wichtige Neuheit ist außerdem die Vereinfachung der notwendigen Schritte für den Einzelhandel von landwirtschaftlichen und tierischen Erzeugnissen, die meistens aus dem eigenen Betrieb herkommen. Die dazugehörige Regelung ist aus dem Artikel 4 des obengenannten Dekrets zu entnehmen. Die kurze Versorgungskette (vom Hersteller zum Verbraucher) stellt immer mehr die von den landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben beliebte Geschäftsmethode dar, dank der sicheren Vorteile, insbesondere in den kleinen und mittleren Betrieben.

EU-Normen über die Lebensmittelsicherheit

Die europäischen und italienischen Lebensmittelsicherheitsmodellen werden durch allgemeine Rechtsvorschriften geregelt: Die EU-Regelung Nr. . 178/2002, die die allgemeinen Anforderungen des allgemeinen Lebensmittelrechts bestimmt, wobei sie die Verfahren bezüglich Sicherheit festlegt. In den neuen EU-Vorschriften, die zur Lebensmittelhygiene-Verordnung gehören, werden die Themen der Lebensmittelsicherheit und die Anwendungsmöglichkeiten des Systems HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) erörtert und präzisiert. Dadurch werden die EU-Vorschriften bezüglich Eigenkontrolle ersetzt, die auf der Richtlinie 93/43/EWG beruhen, die durch die Regelung (EU) 93/43/CEE abgeschafft worden ist. Außerdem, hat die Umsetzung der Lebensmittelhygiene-Verordnung die vollständige oder teilweise Abschaffung vieler spezifischen Regelungen für mehrere Produktionssektoren zur Folge.

Weißbuch über die Lebensmittelsicherheit

Am 12. Januar 2000 hat die Europäische Kommission das Weißbuch der europäischen Kommission über die Lebensmittelsicherheit vorgestellt, wobei sie einen strategischen Vorrang einräumen wollte, um einen hohen Lebensmittelsicherheitsgrad zu gewährleisten. Die Strategie ist auf fünf Kernelementen ausgerichtet:

  • Die Einrichtung einer unabhängigen Lebensmittelbehörde;
  • Schaffung eines soliden rechtlichen Rahmens auf Gemeinschaftsebene, der die gesamte Lebensmittelkette deckt, inklusive der Herstellung von Futtermitteln.
  • Einführung einer gemeinschaftlichen Rahmenregelung für die Entwicklung und die Führung von nationalen Kontrollsystemen;
  • Förderung der neuen Politik über Lebensmittelsicherheit durch Dialog und Information, mit Fokus auf die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für die Gesundheit.
  • Förderung der europäischen Projekten in einem internationalen Kontext, durch Vertriebspartner und internationale Organisationen (Codex Alimentaius)
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